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Business Angels Panel Nr. 42, 2. Quartal 2012 erschienen

Business Angels Panel Nr. 42, 2. Quartal 2012 erschienen

Das neue Business Angels Panel wurde in den letzten Tagen veröffentlicht. Insgesamt ist die Stimmung zwar gut, jedoch leicht getrübt. Business Angels erhielten auch in diesem Quartal – wie in dem zuvor –  viele Businesspläne. Die Anzahl der eingegangenen Beteiligungen ist jedoch mau und deutlich unter dem Durchschnitt der letzten 8 Jahre.

Wenn die von Berufswegen optimistischen Start-up-Finanzierer ihre geschäftlichen Perspektiven schlechter beurteilen als ihre aktuelle Geschäftslage, dann ist etwas faul im Gründerland Deutschland – und genau das war im 2. Quartal 2012 der Fall.

Auch wenn diese Beurteilung zu relativieren ist – die Einschätzungen sind noch lange nicht so pessimistisch wie im Gesamten Jahr 2008 – so gibt dies doch zu denken. Wir sehen zum einen die Verkrüppelung der Gründungsförderung als einen der potentiellen Gründe. Zwar ist die Initiative des Bundesfinanzministeriums, die unter anderem die (Fast-)Steuerfreiheit für Veräußerungsgewinne von Business-Angels-GmbHs abschaffen will* definitiv ein Thema. Dennoch kennen einige Kollegen, die eher keine Beteiligung unter 10% eingehen. Laut Detailauswertung des Business Angels Panel, die uns vorliegt, betrifft  dieser Effekt etwa 60% aller Beteiligungen. Etwa 40% der Beteiligungen sind über 10%.

Spannend jedenfalls ist, dass mehr als ein Drittel der Business Angels noch mehr als die Hälfte ihre für Beteiligungen auf die Seite gelegten Kapitals investiert haben. Es scheitert also, wenn die wenigen eingegangenen Beteiligungen anbelangt, nicht an der Liquidität. Auch nicht an der Quantität der Anfragen: Die Engel gaben an im Schnitt 22 Businesspläne pro Monat erhalten zu haben, davon die Hälfte genauer gelesen zu haben und etwa 4 Gespräche über Beteiligungen geführt haben. Letztendlich wurden 0,24 Investments pro Monat pro BA im Schnitt eingegangen.

 

* Eigentlich ging es zentral um die Besteuerung von Streubesitz, die Business Angels GmbHs sind eigentlich eher nur Kollateralschaden – einige scheinen dass jetzt langsam begriffen zu haben, es kann also sein, dass es nur bei einer Initiative bleibt.

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